Ob als Bestandteil der persönlichen Achtsamkeitspraxis, als Booster bei Krankheit oder als pflanzliche Alternative für die verschiedensten Beschwerden – Kurkuma erlangt immer mehr Bekanntheit und das aus gutem Grund.
In Asien wird die gelb/orangene Wurzel schon seit Jahrtausenden als Heilmittel genutzt und ist tief verwurzelt in der ayurvedischen Medizin sowie in der buddhistischen Heilkunde, während hier manchmal noch von einem simplen Gewürz die Rede ist.
Das enthaltene Curcumin ist jedoch ein natürliches Heilmittel und wird auch hier aufgrund der Rückbesinnung auf natürliche Heilmittel immer mehr geschätzt.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Curcumin ist ein sekundärer Pflanzenstoff.
Sekundäre Pflanzenstoffe werden vermehrt in der Medizin erforscht und Studien zeigen die heilende Wirkung der natürlichen Kräfte auf, wodurch diese auch in der westlichen Welt immer mehr an Bedeutung gewinnen.
Lang bevor die Wissenschaft sich damit beschäftigt hat, wussten Heiler/innen und Mönche schon lange um die Wirkung und Kraft von natürlichen Heilmitteln aus der Natur.
Somit bestätigt die Wissenschaft jetzt, was in der Heilpraxis schon lange gewusst wurde, zum Beispiel die entzündungshemmende Wirkung von Curcumin.
*Nach wie vor wird in der westlichen Praxis jedoch betont, dass keine „Wunderheilung“ erwartet werden soll und sekundäre Pflanzenstoffe von einer gesunden Ernährungsweise unterstützt werden sollten. Außerdem seien weitere Interventionsstudien notwendig.
Wirkung von Kurkuma (Curcumin)
Kurkuma werden mehrere heilende Wirkungen nachgesagt, weshalb Kurkuma auch genauestens von der Wissenschaft unter die Lupe genommen wird. Folgende Wirkungen wurden mindestens bei Beobachtungsstudien erforscht:
- Entzündungshemmende Wirkung (Advances in Experimental Medicine and Biology)
- Arthritis (Belcaro et al., 2010, „Curcumin in arthritis: comparison to phenylbutazone)
- Antioxidative Wirkung
- Regulierende Wirkung auf das bakterielle Gleichgewicht im Darm
- Unterstützung in der Krebsforschung bzgl. Hemmung von Krebszellen (noch in der Forschung)
- Reduzierung von antioxidativen Stress im Gehirn (Laut erster Ergebnisse)
Einnahme von Kurkuma
Generell gilt, da Curcumin schlecht absorbiert wird, wird eine Einnahme mit schwarzen Pfeffer (Piperin) empfohlen, damit es seine Wirkung entfalten kann.
Außerdem wird eine gesunde Ernährung als Basis und die regelmäßige Einnahme als wirkungsfördernd angesehen. Es ist halt keine „schnelle Tablette“, wenn gesundheitliche Beschwerden bereits problematisch sind, Kurkuma kann eine ganzheitliche und langfristige Unterstützung für den Körper sein. Dennoch kannst du selbst entscheiden, ob du es als Gesundheitsvorsorge in deinen Alltag einbauen möchtest oder ob Kurkuma nur bei Notwendigkeit herangezogen wird. Ansonsten kann die Dosierung auch an die Beschwerden angepasst werden. Eine tägliche hohe Dosierung sollte mit einem Heilpraktiker besprochen werden, ebenso sollte die Einnahme bei schweren gesundheitlichen Problemen mit einem Fachmann besprochen werden, insbesondere wenn eine Medikation vorliegt (bspw. Blutverdünner).
Kurkuma darf ein freundlicher Begleiter auf deinem Lebensweg sein – mal leise im Hintergrund, mal kraftvoll an deiner Seite.
Kurkuma kann sowohl als Wurzel, als Pulver oder in Kapseln gekauft werden.
Dabei sollte darauf geachtet werden, dass es sowohl Bio ist als auch keine weiteren nicht unbedingt notwendigen Bestandteile enthält. Bei den Kapseln sollte darauf geachtet werden, dass bereits Piperin enthalten ist.
Sollte die Wurzel bevorzugt werden, gebe ich euch gerne schon einmal den Tipp, dass die Wurzel absolut farbecht ist und so ziemlich alles, was damit in Berührung kommt, danach einen Gelbton aufweist. Ich persönlich habe einmal selbst Kurkuma gerieben und dabei ist es auch geblieben…
Goldene Milch und Kurkuma-Honig-Paste
Besonders beliebt für die Einnahme von Kurkuma ist die goldene Milch.
Die Kurkuma-Honig-Paste wird hingegen häufig bei beginnender Erkältung eingenommen, um das Immunsystem zu stärken. Gerne gebe ich euch für beides ein Rezept.
🌼 Rezept für vegane goldene Milch
Zutaten für 1 Tasse:
- 250 ml pflanzliche Milch (z. B. Hafer, Mandel oder Kokos)
- 1 TL Kurkumapulver in Bio-Qualität
- ½ TL Zimt (Optional)
- 1 Prise gemahlener Ingwer oder frischer Ingwer (nach Geschmack)
- 1 Prise schwarzer Pfeffer (für die Aufnahme von Curcumin)
- Optional: 1 TL Ahornsirup, Reissirup oder Dattelsüße zum Verfeinern
Zubereitung:
- Alle Zutaten in einem kleinen Topf langsam erhitzen (nicht kochen).
- Unter Rühren erwärmen, bis sich die Gewürze gut aufgelöst haben.
- In Achtsamkeit genießen.
🌞 Rezept: Goldene Kurkuma-Honig-Paste
Du brauchst:
- 100 g naturbelassenen Honig oder als vegane Variante Reissirup, Dattelsirup oder Agavendicksaft
- 1–2 TL Kurkumapulver (Bio-Qualität)
- 1 Prise schwarzer Pfeffer (unterstützt die Wirkung des Curcumins)
- Optional: etwas Zimt oder Ingwer
Verrühre alle Zutaten zu einer cremigen goldenen Paste. Fülle sie in ein kleines Glas und bewahre sie im Kühlschrank auf.
Anwendungsideen:
– 1 TL pur am Morgen
– In warme Pflanzenmilch rühren = eine beruhigende goldene Milch
– Im Tee auflösen, über Porridge geben oder einfach aufs Brot streichen
Die vegane Variante hat natürlich leicht abweichende gesundheitliche Vorteile als die mit Honig, da Honig insbesondere bei Erkältungssymptomen noch seinen eigenen Beitrag leistet. Die Wirkung des Curcumin bleibt dennoch natürlich bei beiden Varianten gleich.